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Ultrafein

IC-Substrat

Der Träger zwischen nacktem Chip und Hauptplatine. Strukturen feiner als im üblichen HDI-Aufbau, Verzug in einem engen Fenster über das Teil, und ein sequenzieller Aufbau an seiner Grenze. Das ist die anspruchsvollste Klasse, die wir anbieten — sie beginnt immer mit einer Machbarkeitsprüfung, und allgemeine Grenzwerte veröffentlichen wir dafür nicht.

Auf einen Blick
Min. Struktur auf Anfrage
Aufbau sequenzieller HDI-Aufbau
Microvia Ø auf Anfrage
Ebenheit eng toleriert
Prozess Machbarkeitsprüfung zuerst

Ein IC-Substrat leistet, was ein Gehäuse leistet: Es fächert die Anschlüsse eines Chips vom Bondpad-Raster auf etwas auf, das eine Leiterplatte routen kann — auf wenigen Quadratmillimetern. Das bedeutet Strukturen und Microvias feiner als im üblichen HDI-Aufbau und Lagenzahlen, die auf einer großen Platine unauffällig wären, gepackt in ein Teil von Fingernagelgröße. Was erreichbar ist, hängt vom Design ab — die Werte bestätigen wir deshalb projektbezogen, statt sie hier zu veröffentlichen.

Die dominierende Randbedingung ist nicht die Strukturgröße, sondern die Ebenheit. Ein Substrat, das sich über seine Länge um mehr als wenige Zehntel-Mikrometer wölbt, nimmt keinen Chip zuverlässig auf — und der Verzug kommt aus denselben Asymmetrie- und Kupferbilanzfragen wie bei jedem Multilayer, nur mit weit weniger Toleranz. Deshalb findet das Designgespräch vor dem Layout statt und nicht nach der Datenübergabe.

Was die Linie leistet

[ Überblick ]
01

Feiner als Standard-HDI

Strukturgrößen jenseits des konventionell geätzten HDI-Fensters. Was erreichbar ist, bestätigen wir anhand Ihres Designs in der Machbarkeitsprüfung.

02

Sequenzielle Aufbauten

Microvia-Lagen Stufe für Stufe aufgebaut, in einem Teil von Millimetergröße. Erst diese Routing-Dichte macht das Fan-out möglich.

03

Kontrollierter Verzug

Ebenheit eng genug gehalten für zuverlässige Chipmontage — der Parameter, der am häufigsten über die Machbarkeit entscheidet.

IC-Substrat-Grenzwerte

[ Spezifikation ]
Parameter Wert Hinweis
Min. Leiterbahn / Abstand auf Anfrage Je Design in der Machbarkeitsprüfung bestätigt
Microvia Ø auf Anfrage Lasergebohrt; Durchmesser je Design bestätigt
Aufbau sequenzielles HDI Anzahl der Aufbaustufen je Design
Lagenanzahl auf Anfrage Abhängig von Chip-Footprint und Fan-out
Oberfläche ENEPIG Bondfähig und lötbar
Ebenheit eng toleriert Je Design in der Machbarkeitsprüfung bestätigt
Bump-Raster auf Anfrage Flip-Chip-Montage
Lieferzeit verlängert Entspricht der Prozesskomplexität

Richtwerte zur Vorauswahl. Verbindliche Werte bestätigen wir projektbezogen anhand Ihrer Daten.

Typische Anwendungen

[ Einsatz ]
Flip-Chip-Package-Substrate
System-in-Package-Trägerplatinen
HF-Modulsubstrate für 5G-Frontends
Sensorgehäuse mit integriertem Chip
Leistungsmodulträger mit feinem Fan-out
Prüf- und Charakterisierungsträger für nackte Chips

Designregeln

[ Layout ]

Die folgenden Punkte kommen nach der Datenprüfung am häufigsten als Rückfrage zurück. Wer sie vor dem Layout-Freeze klärt, spart eine Schleife.

01

Engineering vor dem Layout einbinden

Strukturgröße, Aufbau und Ebenheit wirken so zusammen, dass sie nach dem Routing nicht mehr auflösbar sind. Eine Machbarkeitsprüfung vor dem Layout-Freeze ist hier keine Formsache.

02

Kupferbilanz kompromisslos auslegen

Die Verzugstoleranz ist ein Bruchteil der einer normalen Leiterplatte. Die Kupferverteilung muss je Lage und über das Teil ausgeglichen sein, nicht nur ungefähr symmetrisch.

03

Chip-Footprint früh festlegen

Die Bump- oder Bondpad-Geometrie treibt den gesamten Aufbau. Eine späte Änderung der Chip-Belegung ist ein neues Substrat, keine Revision.

04

Verlängerte Lieferzeit einplanen

Der Prozess hat mehr Schritte, engere Prüfung und geringere Ausbeuten als jede andere Klasse. Planen Sie entsprechend, statt es wie einen normalen HDI-Auftrag zu behandeln.

Regel IC-Substrate erfordern eine Machbarkeitsprüfung vor dem Layout. Binden Sie das Engineering früh ein.

Häufige Fragen

[ FAQ ]
Ist das dasselbe wie HDI?

Es ist HDI jenseits des Punktes, an dem normales HDI endet. Das Prinzip des sequenziellen Aufbaus teilen sich beide, aber Strukturgrößen und Ebenheitsforderung sind eine andere Klasse — deshalb werden die Grenzwerte projektbezogen bestätigt.

Was umfasst die Machbarkeitsprüfung?

Strukturgrößen gegen das Prozessfenster, Aufbau gegen die Routing-Anforderung, Kupferbilanz gegen das Verzugsziel und die Chipmontageart. Ergebnis ist ein Aufbauvorschlag, den Sie vor dem Layout-Freeze freigeben.

Welche Stückzahlen sind sinnvoll?

Substrate werden in großen Arrays genutzt, Volumen hilft also erheblich. Prototypenmengen sind möglich, die Stückkosten werden dann aber von Werkzeug und Rüsten dominiert.

Kann ich meinen normalen Leiterplatten-Designflow nutzen?

Teilweise. Die Werkzeuge sind dieselben, die Designregeln, der Toleranzhaushalt und die DFM-Prüfungen nicht. Schicken Sie die geplanten Regeln mit der Anfrage, damit wir Abweichungen früh markieren.

Passt dazu

[ Querverweis ]

Passt das zu Ihrem Projekt?

Schicken Sie uns Ihre Daten oder eine grobe Skizze. Wir prüfen die Machbarkeit, benennen die Kostentreiber und antworten innerhalb eines Arbeitstages.